Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Verkalkungen der Herzkranzgefäße
(Cardiac Calcification Scoring)


Warum Cardiac Calcification Scoring?

Die Erkrankung der Herzkranzarterien (koronare Herzerkrankung) ist die häufigste Todesursache in der Bundesrepublik. Die Verkalkung der Herzkranzgefäße (Koronarien) kann Herzattacken bzw. einen Herzinfarkt zur Folge haben, ohne daß eine vorherige Symptomatik besteht.
 

Die American Heart Association nennt folgende Risikofaktoren:

  • Männer über 45
  • Frauen über 55
  • Niedriger HDL-Cholesterinspiegel
  • Erhöhter LDL-Cholesterinspiegel
  • Familiäre Häufung von Arteriosklerose
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Wenig Bewegung
  • Bluthochdruck
  • Diabetes

Wenn einer oder mehrere der o.g. Risikofaktoren auf Sie zutreffen, kann diese Vorsorgeuntersuchung unter Umständen für Sie lebensrettend sein, weil bedrohliche Herzkranzgefäßverkalkungen erkannt werden können, bevor klinische Warnsymptome darauf hinweisen. Eine geeignete Therapie kann dann so rechtzeitig eingeleitet werden, daß es nicht zu den fatalen Folgen eines Herzkranzgefäßverschlusses kommen muß.

Wie funktioniert Cardiac Calcification Scoring?

Die ultraschnelle Mehrfachdetektor-Spiral-Computertomographie ermöglicht die Darstellung von Herzkranzgefäßverkalkungen am bewegten Herzen. Ein spezielles Auswertungsprogramm errechnet einen individuellen Wert (Score) für die wichtigsten Herzkranzarterien, der einen Anhalt für das persönliche Risiko einer späteren Herzerkrankung gibt (siehe Tabelle).
Die Untersuchung erfordert keine eingreifende Maßnahme oder Kontrastmittelgabe; sie erfolgt absolut schmerzfrei und dauert wenige Sekunden. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich. Die stark reduzierte Strahlendosis qualifiziert das Verfahren zur Vorsorgeuntersuchung.

Welche klinische Bedeutung hat das Untersuchungsergebnis?

Kalk-Wert (Score) Kalk-Belastung Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße Infarktrisiko
0 Kein Kalknachweis Sehr niedrig, im allg. <5% Sehr niedrig
1-10 Minimaler Gefäßkalk Niedrig, im allg. <10% Niedrig
11-100 Geringe Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose Geringfügige Gefäßverengung durch Wandverkalkungen wahrscheinlich Mäßig
101-400 Mäßige Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose Deutliche Gefäßverkalkungen, Minderversorgung wenig wahrscheinlich, jedoch nicht auszuschließen Mäßig hoch
>400 Erhebliche Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose Hochgradige Gefäßverkalkung, Wahrscheinlichkeit einer kritischen Gefäßeinengung/Minderversorgung des Herzmuskels >90% Hoch

Wie sieht ein typischer Befund aus?

Score
Typisches Beispiel einer Herzkranzgefäß-CT mit Verkalkungen in allen Herzkranzgefäßarterien bei symptomfreiem Risikopatienten.
Der Wert für die LAD (linke Herzkranzgefäßarterie) ist mit 1710 hochpathologisch.

Legen Sie die Untersuchungsergebnisse Ihrem Hausarzt oder Internisten/Kardiologen vor und besprechen Sie ggf. weitere erforderliche Schritte.

Was ist noch zu beachten?

Wir bieten diese Methode den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) zur Vorsorge an und weisen darauf hin, daß die Kosten selbst übernommen werden müssen.


[Team] [Leistungen] [Equipment] [Projekte]
[Informationen] [Sprechzeiten] [Terminvergabe] [Lageplan]
[Home]