Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Verkalkungen
der Herzkranzgefäße
(Cardiac Calcification Scoring)
Warum Cardiac Calcification Scoring?
Die Erkrankung der Herzkranzarterien (koronare Herzerkrankung) ist die
häufigste Todesursache in der Bundesrepublik. Die Verkalkung der Herzkranzgefäße (Koronarien) kann
Herzattacken bzw. einen Herzinfarkt zur Folge haben, ohne daß eine vorherige Symptomatik
besteht.
Die American Heart Association nennt folgende Risikofaktoren:
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Wenn einer oder mehrere der o.g. Risikofaktoren auf Sie zutreffen, kann diese Vorsorgeuntersuchung unter Umständen für Sie lebensrettend sein, weil bedrohliche Herzkranzgefäßverkalkungen erkannt werden können, bevor klinische Warnsymptome darauf hinweisen. Eine geeignete Therapie kann dann so rechtzeitig eingeleitet werden, daß es nicht zu den fatalen Folgen eines Herzkranzgefäßverschlusses kommen muß.
Wie funktioniert Cardiac Calcification Scoring?
Die ultraschnelle Mehrfachdetektor-Spiral-Computertomographie ermöglicht die
Darstellung von Herzkranzgefäßverkalkungen am bewegten Herzen.
Ein spezielles Auswertungsprogramm errechnet einen individuellen
Wert (Score) für die wichtigsten Herzkranzarterien, der einen Anhalt für das
persönliche Risiko einer späteren Herzerkrankung gibt (siehe Tabelle).
Die Untersuchung erfordert keine eingreifende Maßnahme oder Kontrastmittelgabe;
sie erfolgt absolut schmerzfrei und dauert wenige Sekunden. Eine besondere Vorbereitung
ist nicht erforderlich. Die stark reduzierte Strahlendosis qualifiziert das Verfahren zur
Vorsorgeuntersuchung.
Welche klinische Bedeutung hat das Untersuchungsergebnis?
| Kalk-Wert (Score) | Kalk-Belastung | Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße | Infarktrisiko |
| 0 | Kein Kalknachweis | Sehr niedrig, im allg. <5% | Sehr niedrig |
| 1-10 | Minimaler Gefäßkalk | Niedrig, im allg. <10% | Niedrig |
| 11-100 | Geringe Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose | Geringfügige Gefäßverengung durch Wandverkalkungen wahrscheinlich | Mäßig |
| 101-400 | Mäßige Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose | Deutliche Gefäßverkalkungen, Minderversorgung wenig wahrscheinlich, jedoch nicht auszuschließen | Mäßig hoch |
| >400 | Erhebliche Gefäßverkalkung im Sinne einer Arteriosklerose | Hochgradige Gefäßverkalkung, Wahrscheinlichkeit einer kritischen Gefäßeinengung/Minderversorgung des Herzmuskels >90% | Hoch |
Wie sieht ein typischer Befund aus?
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Typisches Beispiel einer Herzkranzgefäß-CT mit Verkalkungen in allen
Herzkranzgefäßarterien bei symptomfreiem Risikopatienten.
Der Wert für die LAD (linke Herzkranzgefäßarterie) ist mit 1710 hochpathologisch. |
Legen Sie die Untersuchungsergebnisse Ihrem Hausarzt oder Internisten/Kardiologen vor und besprechen Sie ggf. weitere erforderliche Schritte.
Was ist noch zu beachten?
Wir bieten diese Methode den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) zur Vorsorge an und weisen darauf hin, daß die Kosten selbst übernommen werden müssen.
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