Quality Management

Um Bewegungsartefakte und andere unnötige Einflüsse wie etwa Verzerrungen aufgrund von technischen Problemen zu vermeiden, sind folgende Vorkehrungen zu treffen:

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Welche einschränkenden Faktoren gibt es noch? Was kann man dagegen tun?

Korrektes Lagern und Fixieren des Patienten schließen Bewegungen nicht vollständig aus: während des Scans kann es passieren, daß der Patient unbewußt zuckt und somit geringfügig seine Position verändert. Sofern dies in einer Schicht geschieht, in der weniger wichtige Strukturen dargestellt sind, ist dies unproblematisch; das resultierende Modell weist in der entsprechenden Höhe allenfalls einen kleinen Versatz auf. Andernfalls kann es (selten) vorkommen, daß ein Scan wiederholt werden muß.

Die Auswahl der Scanparameter kann sich unter Umständen auch als ein einschränkender (d.h. qualitätsmindernder) Faktor herausstellen. Sofern der Patient in unserer Praxis untersucht wurde, gibt es keine Probleme. Gelegendlich erhalten wir jedoch CT-Fremddaten, und die sind nicht immer unproblematisch.

Wurde z.B. ein FOV (field of view) sowie eine Matrix von 2562 Pixeln verwendet, so ist jedes Pixel fast 2mm groß. Wenn dann noch der Teilvolumeneffekt (z.B. an der Schädelbasis) dazukommt, hat man es bei der Definition des Modellvolumens im ungünstigsten Fall mit fast 4mm Toleranz zu tun.

Metallartefakte.
Diese Konturen müssen von Hand definiert werden.

Besonders schwerwiegend wirken sich Metallartefakte aus. Diese trifft man fast immer bei maxillofazialen Fragestellungen an: verursacht durch Zahnfüllungen. Da die Dichtewerte des Knochens durch die der Metallartefakte überdeckt werden, müssen die Konturen in den betroffenen Schichten von Hand neu definiert werden. Dafür benötigt man gute anatomische Kenntnisse; desweiteren ist es hilfreich, vorhergehende und nachfolgende Schichtpositionen zum Vergleich heranzuziehen.

Teilvolumeneffekt.
Die Konturen der rechten Orbita (linke Seite des Bildes) bedürfen der Korrektur, da einige Dichtewerte des zugehörigen Knochens unterhalb dem Schwellenwert liegen.

In jeder Struktur, deren Grenzflächen nicht senkrecht zur Schnittebene stehen, hat man es mit dem Teilvolumeneffekt zu tun. Innerhalb dieser Grenzflächen repräsentiert jedes Voxel* die benachbarten Strukturen: Z.B. sind die Dichtewerte der in obigem Bild dargestellten Orbita ein Durchschnitt aus dem Knochen sowie des umgebenden Weichteilgewebes und liegen daher teilweise unterhalb des Schwellenwertes.
Ohne Nachbesserung würde das resultierende Modell an den betroffenen Stellen Löcher aufweisen.

*Voxel: Zusammenziehung aus Volumen und Pixel.

Dieses Hüftgelenk zeigt Bereiche, deren Dichte unter dem gewählten Schwellenwert liegt (grüne Kontur).

Trotz geeignetem Schwellenwert kommt es vor, daß Knochen Bereiche geringerer Dichte besitzt (z.B. bei Osteoporose); daraus resultierende Konturen bedürfen der Korrektur.

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